Handball, Neues

Die „Alten Herren“ mit den Rädern unterwegs

vor dem Denkmal von Peter Lenk, die „Imperia“ in Konstanz

In diesem Jahr hatte Organisator Heinz Kress eine mehrtägige Radtour von Auenheim über Kehl, ins Kinzigtal, über den Schwarzwald hin in den Hegau bis zum Bodensee – und Verlängerung – auf dem Papier. 

Wegen eines heftigen Regens leicht verspätet startete die Fahrt der 16 Radler aus Auenheim und Kehl in Richtung Kinzigtal. Der erste Halt an der Marktscheune in Berghaupten kam punktgenau. Kaum angekommen, öffneten sich alle Himmelstore und es schüttete aus Kübeln. Nach einigen Minuten war die Luft klar und die Gruppe radelte trocken insgesamt 65 km bis zum ersten Etappenziel in Hausach. 

Im Schongang ging es am nächsten Morgen mit der Schwarzwaldbahn von Hausach nach Villingen. Mit einem Blick auf die Alpen und herrlichem Wetter radelten die AH-ler entlang der Brigach und anschließend ab Donaueschingen teilweise auf dem Donauradweg in Richtung Bodensee. Eine besondere Herausforderung war ein über vier Kilometer langer Anstieg im Wald vor Immendingen nach Engen und Singen am Hohentwiel. Eine herrliche Abfahrt mit Geschwindigkeiten von teilweise über 60 Stundenkilometern und einem sagenhaften Panorama belohnte die Truppe, die in Gottmadingen-Bietingen in einem familiengeführten Hotel übernachtete. Bei einem hervorragenden Essen wurden die Tageserlebnisse der über 85 Radkilometer ausgetauscht. 

Am letzten Tag in vollständiger Formation radelten die 16 Sportler dem Bodensee entgegen. Der Hochrhein zeigt sich genau an dieser Stelle von seiner besten Seite. Im malerischen mittelalterlichen Städtchen Stein am Rhein wurde ein Fotostopp eingelegt. Auf der Schweizer Seite des Hochrheins bei herrlichen Aussichten fuhren die Radler weiter bis Konstanz.  Dort trennte sich die Truppe. Elf Radler fuhren mit der Bahn Richtung Heimat. Die restliche Radstrecke von Appenweier nach Kehl wurde bei bester Stimmung absolviert, die gesamte Wochenendradtour von rund 210 km wurde bei einem gemütlichen Abschluss nochmals besprochen. 

Für den „harten Kern“ von fünf Radlern ging die Radtour noch insgesamt fünf Tage nach Oberschwaben, rund um den Bodensee und entlang des Hochrheins bis Basel weiter. Ab Montag wurde eine anspruchsvolle Strecke mit Steigungen und stetigem Gegenwind in Angriff genommen. Von Mühlhofen über Salem führte die Tour nach Saulgau, Aulendorf bis nach Bad Waldsee, wo nach 92 km übernachtet wurde. Weiter gings zurück an den Bodensee über Ravensburg, Friedrichshafen, Meersburg auf die Insel Reichenau, die nach 85 km erreicht wurde. Am Mittwoch wurde auf überwiegend Schweizer Terrain der Hochrhein über Schaffhausen bis Waldshut abgefahren. Nach 95 km war das gebuchte Hotel erreicht. Am Donnerstag war ein gemütlicher Abschnitt mit knapp 50 km über Bad Säckingen bis Schloss Beuggen vorgesehen, der in herrlicher Atmosphäre am Abend abgeschlossen wurde. Der letzte Teilabschnitt bis Basel war zum Ausradeln und einer Stadtbesichtigung geplant. Mit dem Zug gings nachmittags ab in die Heimat, wo bei einem schönen Abendessen die schöne und erlebnisreiche Radtour mit insgesamt 580 Radkilometern nochmals in Erinnerung gerufen wurde.

(Text: Klaus Gras)

mit einem Hochzeitspaar (zufällig) am Tempel der Donaumündung in Donaueschingen
Im mittelalterlichen Schweizer Städtchen Stein am Rhein vor dem Rathaus